7. MPM-Studie 2015

7. MPM-Benchmarking-Studie 2015

Im Mittelpunkt der jüngst in Berlin zu Ende gegangenen MPM-Konferenz standen die Ergebnisse der aktuellen Studie, durchgeführt von Prof. Dr. Gemünden (Berlin) und Prof. Dr. Kock (Darmstadt). Von hoher praktischer Relevanz sind vor allem die Empfehlungen. Ausgehend von empirischen Auswertungen und Analysen wurde ermittelt, was die im Projektmanagement erfolgreichen Unternehmen („Top-Performer“) besonders gut machen bzw. was die ausschlaggebenden Erfolgsfaktoren für gutes Projektmanagement auf Unternehmensebene sind. Dabei ergibt sich zusammengefasst folgendes Bild:

 

1. Bei den Top-Performern gibt es einen klar definierten und von den Stakeholdern im echten Leben auch akzeptierten MPM-Prozess.

2. Die zentralen Vorhabensentscheidungen (Auswahl und Freigabe neuer Projekte) werden entlang eines verbindlichen Prozesses getroffen.

3. Die Rolle des PMOs ist in der Linie sowie im Top Management gut verankert und mit ausreichend Einfluss ausgestattet.

4. IT-Lösungen tragen nachweisbar und deutlich zum Erfolg im MPM bei, insbesondere wenn die Software Aktivitäten entlang des MPM-Prozesses unterstützt und überdurchschnittlich nutzerfreundlich ist.

5. Bei den Top-Performer-Unternehmen ist auch deshalb das Projektmanagement so erfolgreich, weil die Unternehmensstrategie klarer und verbindlicher ist.

6. Zudem wird die Strategie besser ins Unternehmen bzw. in die Projekte hinein kommuniziert und dann auch nachhaltiger verfolgt (Monitoring der Umsetzung).

7. Dabei funktioniert sowohl die Vertikale Integration, von der Unternehmensleitung bis in die einzelnen Abteilungen, als auch die Horizontale Integration, d.h. die Vernetzung und Abstimmung der Abteilungen untereinander.

8. Top-Performer sind außerdem meist Innovationsführer. Und gerade bei hoher Marktturbulenz setzen sie auf die Nutzung strategischer Budgettöpfe (Strategic Budgets), das ist nachweislich besonders wirksam.

9. Diese Unternehmen stellen umgekehrt ihre Strategie insgesamt kritischer auf den Prüfstand. D.h. sie überwachen ihr Portfolio häufiger und auch grundlegender. Und dazu: das Top Management ist gewohnt, bei Marktverschiebungen schneller auf veränderte Bedingungen zu reagieren.

10.  Bei den Top-Performer hat das obere Management ein umfangreiches Knowhow über die eigene, komplexe Projektlandschaft im eigenen Unternehmen. D.h.: PPM muss auch eine Führungskompetenz des höheren Managements sein!

 

Mit diesen Auswertungen und den dahinterliegenden quantitativen Analysen liegt eine fundierte Grundlage vor, mit Unternehmen über die Weiterentwicklung ihres Projektmanagements zu sprechen. Das Ziel der Reise kommt also nicht mehr aus der Kristallkugel, sondern aus fundierten Ansatzpunkten. Gerne können Unternehmen ein individuelles Benchmarking zur Bestimmung des geeigneten Ziels ihrer eigenen MPM-Zielsetzung durchführen, über o.a. Ansprechpartner.

 

Abschlusstagung

00_MPM Äpfel 01_Eröffnungsrede Prof. Gemünden 02_Auditorium

 09_Get-Together 2

Bilder der MPM-Anwendertagung 2015 in Berlin

 

 

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